Die Antwort auf alle drei Fragen lautet
"Ja"!
Datensicherung haben bereits die Kirchenmitarbeiter vor
Jahrhunderten betrieben, als sie von Kirchenbüchern Zweitschriften
anfertigten, und diese an einem möglichst entfernten und sicheren
Lagerort unterbrachten.
Genealogen tragen mit viel Mühe und Geldaufwand Daten
zusammen. Rechnen Sie mal aus, wie viel Zeit und Geld Sie bereits in Ihren
Datenbestand investiert haben. Wollen Sie, dass diese Arbeit, durch was
auch immer, zerstört wird und für immer verloren geht ? Ihre Antwort : "NEIN".
Welche Risiken bedrohen nun Ihre Datenbestände :
- Höhere Gewalt
(Gasexplosion, Erdbeben, Wohnungsbrand, Überschwemmung,...),
- Kriminalität
(Wohnungseinbruch, Computer weg, Disketten weg, Vandalismus,
Computerviren),
- Hardwarefehler
(Festplattencrash),
- Softwarefehler
(Betriebssystem oder Anwendungsprogramm),
- Eingabefehler ("diesen
Zweig wirklich löschen ?"),
Ein Datenverlust tritt schneller ein, als man es für möglich
hält!
Zu 1) und 2) Die
Hausratsversicherung erstattet Ihnen höchstens den Gegenwert des verloren
gegangenen Computers, nicht aber das Geld, das Sie in die Forschung
gesteckt haben.
Zu 3) Platten
gehen wirklich irgendwann plötzlich kaputt, und dann meist richtig. Alle
darauf gespeicherten Informationen sind dann für immer verloren!
Zu 4) Keine
Software der Welt ist fehlerfrei, höchstens fehlerarm.
Zu 5) Jeder
hat mal einen schlechten Tag, an dem einem Fehler unterlaufen können.
Und um das noch mal deutlich zu machen,
es betrifft sowohl Ihre genealogischen Familiendateien, als auch alle
anderen, wichtigen Dateien auf Ihrem Rechner!
Folgende, zugegebenermaßen aufwendige
Sicherung sollte Alltag eines jeden Geschäftsmannes sein!
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Welches Speichermedium
sollte ich nutzen?
Eine Sicherungskopie können Sie speichern
auf Diskette, CD, in einem Verzeichnis auf derselben Festplatte, einer
zweiten eingebauten oder externen Festplatte, online, Memorystick.
Disketten:
Hierfür brauchen Sie nicht einmal Familienstammbaum zu
starten. Folgen Sie lediglich den Anweisungen Ihrer Brennersoftware und
nutzen Sie die reguläre .FTW Datei, nicht die Sicherungsdatei!!!
(eine komprimierte Datei würde lediglich ein weiterer
aber unnötiger Schritt in dem Verfahren sein, und würde lediglich einen
Sinn ergeben, wenn die Familiendatei gigantische Ausmaße von über 650 MB
erreicht hat. Auch das Format .GED wäre ein unnötiger Schritt, der zudem
die Gefahr beinhaltet, dass Informationen verlorengehen.)
Ist die CD fertig und Sie benötigen später eine Datei
von dieser CD, kopieren Sie die Datei von der CD auf den entsprechenden
PC.
Nutzen Sie die Funktion Datei -- Eigenschaften oder ein
DOS-Fenster um die Datei von "schreibgeschützt" auf
"Archiv" zu ändern.
Nun können Sie wie gewohnt mit dieser Datei arbeiten.
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Bei Einhaltung
folgender Grundregeln , kann Ihren Daten NICHTS passieren :
- Nach jeder Sitzung,
auch wenn Sie nur wenige Daten verändert haben, erstellt Family Tree
Maker automatisch eine Sicherungskopie. Allerdings wird diese jedes
Mal erneut wieder überschrieben. Hat sich erst einmal ein Fehler
eingeschlichen, so können Sie mit etwas Pech eine Sicherungskopie
haben, auf der dieser Fehler bereits vorhanden ist. Gewöhnen Sie es
sich daher an, in regelmäßigen Abständen ein
Backup Ihrer Familiendatei
- Wenn Sie vollkommen sicher gehen wollen, erstellen
Sie jede Sicherung sogar zweimal (auf CD oder Diskette). CD 1 bewahren
Sie zuhause auf- CD 2 nehmen Sie mit zur Arbeit oder geben sie
irgendwo außer Haus zur Aufbewahrung. Nun kann auch ein Hausbrand
oder eine Überflutung diesen Daten nichts anhaben.
- Sie sollten mindestens drei Speichermedien (
empfohlen werden zehn!) nacheinander mit Backups anlegen, ohne die
alte Sicherung zu löschen! Beschriften nicht vergessen. Nach einem
Durchlauf (wenn Sie über mindestens drei Sicherungskopien verfügen),
überschreibt die nächste Tagessicherung wieder CD Nr.1
(wiederbeschreibbare CDs benutzen!).
- Datenträger mit Schreibproblemen werfen Sie am
besten immer gleich weg.
- Können Sie zur Zeit nur auf Diskette speichern und
passt Ihre Datenbank nicht mehr auf eine Diskette, obwohl die
Sicherungskopie von FamilyTreeMakern schon komprimiert ist, versuchen
Sie, ein externes, weiteres Komprimierungsprogramm einzusetzen, z.B.
WinZip (R) (erhältlich unter http://www.winzip.com)
. Ist auch das Ergebnis dieser Komprimierung größer als die Kapazität
einer Diskette, müssen Sie mehrere Disketten beschreiben und deutlich
beschriften (Damit man erkennt was zusammengehört). Gebräuchlich ist
dabei die Kennzeichnung 1/3 = die erste von drei Disketten, die
zusammengehören! Dadurch steigt aber die Wahrscheinlichkeit, die
Daten zu verlieren, denn eine beschädigte Diskette reicht aus, um ein
ganzes Backup-Set unbrauchbar zu machen! Sie sollten sich überlegen,
ob es nicht sinnvoll wäre, eine wiederbeschreibbare CD-ROM als Medium
zur Tagessicherung einzusetzen.
- Machen Sie gelegentlich sogenannte Recouveryübungen,
um festzustellen, ob auch wirklich alles "an Bord" der
Sicherungsdatenträger ist. Dies ist immer dann wichtig, wenn die
Datenbank aus mehreren physischen Files besteht.
- Die für die Wiederherstellung notwendige Software,
z.B. WinZip (R) muss natürlich ebenfalls gesichert sein, andernfalls
müssten Sie sich im Ernstfall am "eigenen Schopf aus dem Sumpf
ziehen".
- Wenn Sie mehrere Datenbestände sichern, stellen Sie
fest, ob diese synchron sein müssen, das heißt, ob sie immer genau
zusammen passen müssen. Grundsatz : was zusammen gehört, wird auch
zusammen gesichert.
- Bevor Sie Ihr Genealogieprogramm upgraden,
vergewissern Sie sich, dass Ihre Datenbanken gesichert sind und werfen
Sie niemals Ihre alte Softwareversion weg. Wenn die
neue Version die Datenbankstruktur so verändert, dass Sie mit der
alten Version nicht mehr lesbar ist, testen Sie die neue Version erst
ausgiebig, bevor Sie sie endgültig einsetzen. Die letzte Sicherung
der Datenbank, die mit der alten Version bearbeitet wurde, heben Sie
besonders gut auf.
- Machen Sie sich nach dem Download der neuen Version
Ihres Programms sofort mindestens zwei Kopien. Wo stellen Sie diese ab
? Richtig: eine in Ihrem Safe, die andere außer Haus. Das erscheint
auf den ersten Blick übertrieben. Aber : laden Sie wirklich jeden
Patchlevel herunter ? Ist die Sicherungskopie nach einem Jahr noch
lesbar ? Wie eingangs gesagt, gut wenn man mehrere Kopien hat.
- Wenn Sie mit eingescannten Photos und Dokumenten
arbeiten, lohnt sich ein CD-ROM-Brenner erst recht. Denken Sie auch
hier daran, wie viel Arbeitszeit und Geld in das Beschaffen der
Dokumente investiert wurde.
Sie können die oben geschilderte Sicherung natürlich
auch im kleineren Rahmen betreiben.
Bedenken Sie auf jeden Fall: Auch
Disketten werden älter und somit anfälliger! Nach 3 bis 6 Monaten
sollten Sie neue Disketten verwenden und die alten nach und nach
ausmustern!
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Warum
immer mehrere Sicherungsgenerationen ?
Klar, Ihr Rechner kann nur einmal
geklaut werden, da würde die letzte Sicherung reichen. Es ist wegen der
Risiken 4) und 5). Manchmal merkt man erst nach Tagen, dass ein Fehler
passiert ist. Daher kann die eine oder andere Sicherung bereits überschrieben
worden sein. Hat man mehrere Sicherungen, ist die Sicherheit im Crash-Fall
einfach größer. Leider hat gerade FamilyTreeMaker das Problem, dass ein
nach Systemabsturz entstandener Fehler in der Familiendatei erst dann auffällt,
wenn man mal wieder auf den betroffenen Familienzweig zugreift. Gerade in
einem solchen Fall kann es hilfreich sein, auch noch auf alte Sichrungen
zurückgreifen zu können. Alternativ können Sie es sich auch zur
Gewohnheit machen, nach jedem ungewollten Beenden des Programms
FamilyTreeMaker noch einmal aufzurufen und eine Liste aller enthaltenen
Personen aufzurufen. Wird diese Liste problemlos erstellt können Sie
davon ausgehen, dass die Familiendatei keinen Schaden genomen hat.
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Wenn Ihnen die Disketten- oder CD-ROM-Brenner Lösung
zu aufwendig erscheint, hier ist die einfachere
Alternative, die aber nicht gegen die Risiken 1) und 2) schützt :
Installieren Sie sich eine zweite Festplatte, eine
richtige zweite Festplatte, nicht eine zweite Partition
auf der einzigen Festplatte Ihres Computers. Diese zweite Platte kann
sogar ein bißchen kleiner sein, als die erste.
Auf dieser Platte legen Sie hauptsächlich
Sicherungen ab. Am besten WINZIP Archive. Alternativ zu 10
Diskettengenerationen legen Sie 10 Verzeichnisse an. Hierher können Sie
dann auch nach jeder Familienstammbaum-Sitzung ein Backup kopieren.
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Auch noch zu aufwendig ? Dann
besteht immerhin noch folgende Möglichkeit :
Auf Ihrer einzigen Festplatte richten
Sie ein Verzeichnis ein, das da heißen könnte
: "Sicherungen". Dieses unterteilen
Sie so, wie Sie eine separate Festplatte unterteilen würden. In dieses
Sicherungsverzeichnis legen Sie nur Sicherungen ab. Am besten WINZIP
Archive. Alternativ zu 10 Diskettengenerationen legen Sie pro Produkt 10
Unter Verzeichnisse an, die Sie im Rotationsverfahren überschreiben.
Sie müssen sich bei dieser Minimallösung
aber im klaren sein, dass Ihre Daten nur gegen Softwarefehler und
Fehlbedienung geschützt sind. Nicht gegen Plattencrash, nicht gegen
Computertotalschaden und auch nicht gegen böse Buben.

Was
gibt es zu bedenken, wenn ich wirklich mal auf die Sicherungsdatei zurückgreifen
muss?
Im Falle eines Crash gilt insbesondere im Fall vom Schäden,
die durch Fehlbedienung oder Programmprobleme hervorgerufen wurden :
- Nie eine Sicherungkopie direkt mit dem (vielleicht
fehlerhaften) Programm eröffnen. Es besteht die Gefahr, dass sich der
"Crash" wiederholt, jetzt aber mit der Sicherung,und damit
ist diese auch noch weg.
- Vor dem Weiterarbeiten eine Arbeitskopie der letzten
Sicherung anlegen und damit weiter experimentieren.
- Grundregel : Sicherungsbestände sind immer
"Read-Only".
- Kann beim Einsatz einer CD-ROM natürlich nicht
passieren, ein weiterer Vorteil dieses Mediums.

Vieles, was hier aufgeführt ist, mag Ihnen
übertrieben erscheinen. Letztendlich müssen Sie selber wissen, wie
wichtig Ihnen Ihr Hobby ist. Aber eines ist sicher :
Nur mit regelmäßigem Backup zu arbeiten,
ist professionell.
Im Ernstfall droht
- Unternehmen mit EDV, die
unzureichende Datensicherung betreiben, der Konkurs.
- Computer-Genealogen, die
Ihre Stammbaumdatenbank nicht sichern, das Ende Ihres Hobbies.
(Die Grundversion des
obigen Textes wurde mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt von
Herrn Gerhard Bauch, Softwareentwickler)
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Wie
erstelle ich eine Sicherungsdatei mit Family Tree Maker 2006?
Sie haben neue Daten
eingegeben und wollen das Programm beenden? Familienstammbaum speichert
automatisch alle Daten sogar in doppelter Ausführung ab.
ABER: Folgendes
sollte wegen oben beschriebener Umstände eine Angewohnheit von Ihnen
werden, bevor Sie das Programm schließen: Gehen Sie mit dem Mauszeiger
auf den Menuepunkt Datei, und wählen Sie hier: Familiendatei
sichern.
Hier haben Sie nun die
Wahl: Sie können die Sicherungskopie auf Diskette erstellen lassen, in
das Verzeichnis von Familienstammbaum, oder in ein anderes Verzeichnis und
dieses im günstigsten Fall auf einer zweiten Festplatte. Das
Arbeitsverzeichnis ist dabei die ungünstigste Lösung! Über die Taste Dateiname
oder Verzeichnis ändern können Sie das Eigene Verzeichnis
bestimmen.
Nach dem OK
komprimiert Familienstammbaum die Familiendatei und kopiert sie an den gewünschten
Ort.
Einen zusätzlichen Schutz
bringt wie gesagt das Deponieren einer aktuellen Datei auf Diskette oder
CD an einem Ort außerhalb des eigenen Hauses, z.B. am Arbeitsplatz, bei
den Eltern oder in einem Schließfach bei der Bank. ;-)