Gedanken
zum Ausfüllen der Faktenfelder
Umstieg
von Familienstammbaum 1.0 auf eine neuere Version

Gedanken
zum Ausfüllen der Faktenfelder
Die Faktenfelder von Family Tree
Maker sind
besonders bequem auszufüllen- sie sind ein Grund für die intuitive und beliebt
einfache Bedienung des Programms. Wenn ein Informationsfeld fehlt,
erstellt man es schnell selbst. Und es wird auch keinerlei Probleme bei diesem
Vorgehen geben, solange man ausschließlich FamilyTreeMaker anwendet.
Wenn Sie allerdings darüber nachdenken, doch
vielleicht irgendwann auf ein anderes Programm umzusteigen oder für
irgendwelche Zwecke ein Zweitprogramm zu nutzen, so sollten Sie die Faktenfelder
von FamilyTreeMaker mit einiger Vorsicht und Überlegung nutzen.
Der Grund für diese Vorsichtsmaßnahme ist
der, dass das Feld für "Kommentar/ Ort" die eingegebenen
Informationen in ein und dasselbe Gedcomfeld schreibt, das beim Transfer in ein
anderes Programm fast immer als Ortsfeld ausgelesen wird. Ich möchte Ihnen
anhand einiger Beispiele die Problematik näher erläutern:
Im Fall 1 wird das Faktenfeld korrekt genutzt. Doch schon
Beispiel 2 bereitet Probleme, wenn Sie später auf ein Programm mit
Ortsverwaltung umsteigen.
Beispiel 3 zeigt, wie die Faktenfelder von FTM
normalerweise genutzt werden. Wenn Sie nun umsteigen, ist es noch relativ
einfach, die Berufsbezeichnungen später in das richtige Feld zu transferieren-
solange Sie stets dieselben Begriffe für die Berufe verwenden. Wenn Sie aber
wie in Beispiel 4 noch weitere Informationen hinzufügen (wozu das Feld ja
eigentlich verleitet), dann können Sie sich vielleicht vorstellen, wie viele
einzelne Informationsfelder Sie später bearbeiten müssen. Steigen Sie auf ein
Programm um, das etwa eine Berufsstatistik anbietet, so interpretiert dieses
Programm alle Zusätze als eigenständige Berufe. Sie können dann nicht mehr
ersehen, ob 50 % Ihrer Ahnen Landwirte waren, weil einer "Landwirt in
Köln", zwei "Landwirt in Posemuckel" und noch einer
"Landwirt im Tal" war....solche Zusätze gehören daher in die
Notizen, nicht in das Informationsfeld selbst.
Vollkommen fatal wird es, wenn Sie die Faktenfelder wie in
Beispiel 5 nutzen. Beliebige und endlos viele Faktenfelder werden für das
Festhalten jedes noch so kleinen Details generiert und in immer mehr Ortsfeldern eines
späteren Folgeprogramms landen immer mehr kaum noch überschaubare und
herausfilterbare Datenmengen. Stellen Sie sich eine Ortsdatenbank vor, in der
Sie per Hand Informationen herausfiltern müssen wie Taufpaten, Kirchenadressen,
Namen und Kriegsgeschehen- was immer Sie hier unter Fakten speichern.
Ist das Programm deshalb minderwertig? Hier kann es nur
ein eindeutiges Nein geben. In einigen anderen Programmen kann man für
jeden Fakt ein Extra-Fenster öffnen und jedes Detail über Optionen regeln-
doch geht dies eindeutig zu Lasten der einfachen Bedienung. Gerade damit aber
hat sich FamilyTreeMaker in die Herzen der Anwender gebracht: Programm starten
und Daten schnell und einfach eingeben. Bei jeder Genealogie-Software geht der
Schwerpunkt eines Bereiches zu Lasten eines anderen. Und solange man mit
FamilyTreeMaker arbeitet macht dieser Programmaufbau Sinn. Ein Problem ist es
dann- und wirklich nur dann- wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Family Tree
Maker tatsächlich "Ihr" Programm ist oder wenn Sie planen, noch
weitere Programme zu nutzen.
Wie kann man nun mit diesem Problem umgehen, weil man ein
Zweitprogramm nutzen möchte?
Mein Rat als langjährige Anwenderin des Programms ist,
die Faktenfelder mit einem gewissen Feingefühl und mit dem Wissen um die
Problematik im Hinterkopf zu nutzen. Man muss nicht für jedes kleine
Informationsdetail einen neuen Fakt anlegen. Legen Sie Faktenfelder an für solche Informationen, nach
denen Sie irgendwann einmal Listen erstellen oder Suchfragen richten möchten-
Taufe, Konfirmation, Beerdigung, alle Informationen, in denen Sie das Orts-/
Kommentarfeld für eine Ortsangabe nutzen können, sind absolut unkritisch. Auch
der Beruf ist so wichtig, dass er trotz der beschriebenen Problematik hier unterkommen sollte. Aber andere Informationen sollten Sie von Beginn an im
Notizfeld ausformuliert abspeichern (z.B. Taufpaten, Trauzeugen, Adressen,...).
Dann können Sie jederzeit per Gedcom-Datei die Familiendatei in ein anderes
Programm übertragen und ohne allzu große Nachbearbeitung dessen Vorzüge
nutzen.

Wie
vermeide ich Probleme mit den Fakten-Feldern beim Umsteigen von
Familienstammbaum 1.0?
Es gibt seit Version 7.5 zur Fakteneingabe
vordefinierte Begriffe wie Taufe, Beruf, Erstkommunion,...
In der Version 1 wurden nur 13 Faktenfelder angeboten, die man selbst benennen
musste.
Daher gibt es nun ein Problem mit den
Fakten-Feldern aus FSB 1.0 bei der Datenübernahme. Haben Sie die Fakten-Felder
in FSB 1.0 benutzt und ihnen neue Feldnamen gegeben, so haben Sie evtl. das
Problem, dass Sie anschließend nach dem Öffnen der Familiendatei mit der
neueren Version doppelte Feldnamen haben. Beispiel: Sie verwenden in FSB 1.0
Fakt 1 für Berufsangaben, d.h. Fakt 1 hat von Ihnen den Feldnamen 'Beruf'
erhalten. Öffnen Sie diese Datei ohne sie vorher zu bearbeiten mit FTM
2005, so haben Sie anschließend bei der Fakteneingabe den vordefinierten
Feldnamen 'Beruf' und den von Ihnen angelegten Feldnamen 'Beruf' zur Auswahl. Außerdem
tauchen diese Feldnamen jetzt auch doppelt bei der Definition von Tafeln und
Listen auf.
Um dieses Problem zu lösen hat ein Mitglied der
Anwender-Mailingliste folgende zwei Vorgehensweisen vorgeschlagen:
A) Sie haben noch ihre original FSB 1.0
Familiendatei (inkl. der Software) und
wollen die Daten ins neue Format bringen oder
B) Sie haben die original FSB 1.0 Familiendatei nicht mehr (bzw. auch die
Software ist nicht mehr installiert) oder haben bereits neue Daten in der neuen
Version hinzugefügt und wollen den "Fakten-Fehler" mit Hilfe
von FTM 2005 beseitigen
zu A:
- Legen Sie zuerst eine Sicherheitskopie ihrer
FSB 1.0 Dateien an.
- Starten Sie FSB 1.0.
- Notieren Sie sich die von Ihnen vergebenen
Feldnamen. Also z.B. Fakt 1= 'Beruf', Fakt 2 = 'Taufe', Fakt 3 =
'Bestattung' usw. ...
- ändern Sie mit FSB 1.0 die Feldnamen zurück
auf Fakt 1 bis Fakt 13.
D.h. im Beispiel wird aus 'Beruf' wieder 'Fakt 1' aus 'Taufe' wird
'Fakt 2'usw. ...
- Dann beenden Sie FSB 1.0.
- Starten Sie FTM 2005 und öffnen Sie Ihre
vorher mit FSB 1.0 gespeicherte Datendatei.
- Lassen Sie sich die Fakten zu einer Person
anzeigen, welche die (oder einen) alten Feldnamen benutzt. (Sie können auch
eine benutzerdefinierte Liste von Personen erzeugen, die diesen Feldnamen
benutzt, um die entsprechenden Personen zu finden)
- ändern Sie alle Feldnamen so wie Sie sie in
FSB 1.0 definiert hatten zurück. Dazu gehen Sie in das entsprechende
Eingabefeld und überschreiben einfach den entsprechenden Begriff. D.h. im
Beispiel machen Sie aus 'Fakt 1' wieder die Bezeichnung 'Beruf'. Es
erscheint nach dem Verlassen des Eingabefeldes ein Fenster mit dem Titel
"Faktname ändern" und der Frage
"Möchten Sie alle 'Fakt 1'-Fakten durch die Bezeichnung 'Beruf'
ersetzen?
Antworten Sie hier mit der 'Ja'-Schaltfäche, so haben Sie alle ehemaligen
'Fakt 1'-Felder in 'Beruf'-Fakten umgewandelt.
zu B:
- Legen Sie zuerst eine Sicherheitskopie ihrer
FTM 2005 Dateien an.
- Starten Sie FTM 2005.
- Exportieren Sie Ihre Daten im
'Familienstammbaum 3.0'-Format in eine neue Datei. Dazu wählen Sie im
"Datei"-Menü den Menüpunkt "Familiendatei
kopieren/exportieren" und selektieren als Dateityp
"Familienstammbaum 3.0 Win/Mac (*.FTW)". Nach dem Sie einen
Dateinamen eingegeben haben drücken Sie die 'Speichern'-Schaltfläche.
Anschließend müssen Sie angeben, welche der Fakten sie Exportieren wollen.
Hierbei können nur maximal 13 Fakten exportiert werden. Bei doppelt
vorkommenden Feldnamen sollten diese auch doppelt exportiert werden, es sei
denn, Sie sind sich sicher, das das entsprechende Feld nicht benutzt wird.
(Auch hier kann eine benutzerdefinierte Liste hilfreich sein.) Notieren Sie
sich die Feldzuordnungen.
- Öffnen sie die soeben erzeugte Familiendatei
mit FTM 2005.
- Lassen Sie sich die Fakten zu einer Person
anzeigen, welche die (oder einen) der beim Export benutzen Feldnamen
benutzt. (geht auch über benutzerdefinierte Liste)
- ändern Sie alle Feldnamen entsprechend ihrer
Notizen (siehe B.3) in ihre ursprüngliche Bedeutung zurück. Dazu
gehen Sie in das entsprechende Eingabefeld und überschreiben einfach den
entsprechenden Begriff. D.h. im Beispiel machen Sie aus 'Fakt 1' wieder die
Bezeichnung 'Beruf'. Es erscheint nach dem Verlassen des Eingabefeldes ein
Fenster mit dem Titel "Faktname ändern" und der Frage "Möchten
Sie alle 'Fakt 1'-Fakten durch die Bezeichnung 'Beruf' ersetzen?"'
Antworten Sie hier mit der 'Ja'-Schaltfäche, so haben Sie alle ehemaligen
'Fakt 1'-Felder in 'Beruf'-Fakten umgewandelt.