Family Tree Maker

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Gedanken zum Ausfüllen der Faktenfelder

Umstieg von Familienstammbaum 1.0 auf eine neuere Version

 

Gedanken zum Ausfüllen der Faktenfelder

Die Faktenfelder von Family Tree Maker sind besonders bequem auszufüllen- sie sind ein Grund für die intuitive und beliebt einfache Bedienung des Programms.  Wenn ein Informationsfeld fehlt, erstellt man es schnell selbst. Und es wird auch keinerlei Probleme bei diesem Vorgehen geben, solange man ausschließlich FamilyTreeMaker anwendet.

Wenn Sie allerdings darüber nachdenken, doch vielleicht irgendwann auf ein anderes Programm  umzusteigen oder für irgendwelche Zwecke ein Zweitprogramm zu nutzen, so sollten Sie die Faktenfelder von FamilyTreeMaker mit einiger Vorsicht und Überlegung nutzen.

Der Grund für diese Vorsichtsmaßnahme ist der, dass das Feld für "Kommentar/ Ort" die eingegebenen Informationen in ein und dasselbe Gedcomfeld schreibt, das beim Transfer in ein anderes Programm fast immer als Ortsfeld ausgelesen wird. Ich möchte Ihnen anhand einiger Beispiele die Problematik näher erläutern:

Eingabe in FamilyTreeMaker
Fall-Nr. Faktname: Datum:  Kommentar/ Ort:
1. Konfirmation 17.10.1990 Jever, Krs.Friesland, Niedersachsen
2. Konfirmation 17.10.1990 ev. Stadtkirche in Jever
3. Beruf   Bäcker
4. Beruf   Bäcker in Trier, Kummer-Str. 333
5. Taufpaten   Elsa Hermine Kruse und Johanne Hermine Kock 

Im Fall 1 wird das Faktenfeld korrekt genutzt. Doch schon Beispiel 2 bereitet Probleme, wenn Sie später auf ein Programm mit Ortsverwaltung umsteigen. 

Beispiel 3 zeigt, wie die Faktenfelder von FTM normalerweise genutzt werden. Wenn Sie nun umsteigen, ist es noch relativ einfach, die Berufsbezeichnungen später in das richtige Feld zu transferieren- solange Sie stets dieselben Begriffe für die Berufe verwenden. Wenn Sie aber wie in Beispiel 4 noch weitere Informationen hinzufügen (wozu das Feld ja eigentlich verleitet), dann können Sie sich vielleicht vorstellen, wie viele einzelne Informationsfelder Sie später bearbeiten müssen. Steigen Sie auf ein Programm um, das etwa eine Berufsstatistik anbietet, so interpretiert dieses Programm alle Zusätze als eigenständige Berufe. Sie können dann nicht mehr ersehen, ob 50 % Ihrer Ahnen Landwirte waren, weil einer "Landwirt in Köln", zwei "Landwirt in Posemuckel" und noch einer "Landwirt im Tal" war....solche Zusätze gehören daher in die Notizen, nicht in das Informationsfeld selbst.

Vollkommen fatal wird es, wenn Sie die Faktenfelder wie in Beispiel 5 nutzen. Beliebige und endlos viele Faktenfelder werden für das Festhalten jedes noch so kleinen Details generiert und in immer mehr Ortsfeldern eines späteren Folgeprogramms landen immer mehr kaum noch überschaubare und herausfilterbare Datenmengen. Stellen Sie sich eine Ortsdatenbank vor, in der Sie per Hand Informationen herausfiltern müssen wie Taufpaten, Kirchenadressen, Namen und Kriegsgeschehen- was immer Sie hier unter Fakten speichern.

Ist das Programm deshalb minderwertig? Hier kann es nur ein eindeutiges Nein geben. In einigen anderen Programmen kann man für jeden Fakt ein Extra-Fenster öffnen und jedes Detail über Optionen regeln- doch geht dies eindeutig zu Lasten der einfachen Bedienung. Gerade damit aber hat sich FamilyTreeMaker in die Herzen der Anwender gebracht: Programm starten und Daten schnell und einfach eingeben. Bei jeder Genealogie-Software geht der Schwerpunkt eines Bereiches zu Lasten eines anderen. Und solange man mit FamilyTreeMaker arbeitet macht dieser Programmaufbau Sinn. Ein Problem ist es dann- und wirklich nur dann- wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Family Tree Maker tatsächlich "Ihr" Programm ist oder wenn Sie planen, noch weitere Programme zu nutzen.

Wie kann man nun mit diesem Problem umgehen, weil man ein Zweitprogramm nutzen möchte?

Mein Rat als langjährige Anwenderin des Programms ist, die Faktenfelder mit einem gewissen Feingefühl und mit dem Wissen um die Problematik im Hinterkopf zu nutzen. Man muss nicht für jedes kleine Informationsdetail einen neuen Fakt anlegen. Legen Sie Faktenfelder an für solche Informationen, nach denen Sie irgendwann einmal Listen erstellen oder Suchfragen richten möchten- Taufe, Konfirmation, Beerdigung, alle Informationen, in denen Sie das Orts-/ Kommentarfeld für eine Ortsangabe nutzen können, sind absolut unkritisch. Auch der Beruf ist so wichtig, dass er trotz der beschriebenen Problematik hier unterkommen sollte. Aber andere Informationen sollten Sie von Beginn an im Notizfeld ausformuliert abspeichern (z.B. Taufpaten, Trauzeugen, Adressen,...). Dann können Sie jederzeit per Gedcom-Datei die Familiendatei in ein anderes Programm übertragen und ohne allzu große Nachbearbeitung dessen Vorzüge nutzen.

Wie vermeide ich Probleme mit den Fakten-Feldern beim Umsteigen von Familienstammbaum 1.0?

Es gibt seit Version 7.5 zur Fakteneingabe vordefinierte Begriffe wie Taufe, Beruf, Erstkommunion,...
In der Version 1 wurden nur 13 Faktenfelder angeboten, die man selbst benennen musste.

Daher gibt es nun ein Problem mit den Fakten-Feldern aus FSB 1.0 bei der Datenübernahme. Haben Sie die Fakten-Felder in FSB 1.0 benutzt und ihnen neue Feldnamen gegeben, so haben Sie evtl. das Problem, dass Sie anschließend nach dem Öffnen der Familiendatei mit der neueren Version doppelte Feldnamen haben. Beispiel: Sie verwenden in FSB 1.0 Fakt 1 für Berufsangaben, d.h. Fakt 1 hat von Ihnen den Feldnamen 'Beruf' erhalten.  Öffnen Sie diese Datei ohne sie vorher zu bearbeiten mit FTM 2005, so haben Sie anschließend bei der Fakteneingabe den vordefinierten  Feldnamen 'Beruf' und den von Ihnen angelegten Feldnamen 'Beruf' zur Auswahl. Außerdem tauchen diese Feldnamen jetzt auch doppelt bei der Definition von Tafeln und Listen auf.

Um dieses Problem zu lösen hat ein Mitglied der Anwender-Mailingliste folgende zwei Vorgehensweisen vorgeschlagen:

A) Sie haben noch ihre original FSB 1.0 Familiendatei (inkl. der Software) und wollen die Daten ins neue Format bringen oder


B) Sie haben die original FSB 1.0 Familiendatei nicht mehr (bzw. auch die Software ist nicht mehr installiert) oder haben bereits neue Daten in der neuen Version hinzugefügt  und wollen den "Fakten-Fehler" mit Hilfe von FTM 2005 beseitigen

zu A:

  1. Legen Sie zuerst eine Sicherheitskopie ihrer FSB 1.0 Dateien an.
  2. Starten Sie FSB 1.0.
  3. Notieren Sie sich die von Ihnen vergebenen Feldnamen. Also z.B. Fakt 1= 'Beruf', Fakt 2 = 'Taufe', Fakt 3 = 'Bestattung' usw. ...
  4. ändern Sie mit FSB 1.0 die Feldnamen zurück auf Fakt 1 bis Fakt 13.
    D.h. im Beispiel wird aus 'Beruf'  wieder 'Fakt 1' aus 'Taufe' wird 'Fakt 2'usw. ...
  5. Dann beenden Sie FSB 1.0.
  6. Starten Sie FTM 2005 und öffnen Sie Ihre vorher mit FSB 1.0 gespeicherte Datendatei.
  7. Lassen Sie sich die Fakten zu einer Person anzeigen, welche die (oder einen) alten Feldnamen benutzt. (Sie können auch eine benutzerdefinierte Liste von Personen erzeugen, die diesen Feldnamen benutzt, um die entsprechenden Personen zu finden)
  8. ändern Sie alle Feldnamen so wie Sie sie in FSB 1.0  definiert hatten zurück. Dazu gehen Sie in das entsprechende Eingabefeld und überschreiben einfach den entsprechenden Begriff. D.h. im Beispiel machen Sie aus 'Fakt 1' wieder die Bezeichnung 'Beruf'. Es erscheint nach dem Verlassen des Eingabefeldes ein Fenster mit dem Titel "Faktname ändern" und der Frage
    "Möchten Sie alle 'Fakt 1'-Fakten durch die Bezeichnung 'Beruf' ersetzen?
    Antworten Sie hier mit der 'Ja'-Schaltfäche, so haben Sie alle ehemaligen 'Fakt 1'-Felder in 'Beruf'-Fakten umgewandelt.

zu B:

  1. Legen Sie zuerst eine Sicherheitskopie ihrer FTM 2005 Dateien an.
  2. Starten Sie FTM 2005.
  3. Exportieren Sie Ihre Daten im 'Familienstammbaum 3.0'-Format in eine neue Datei. Dazu wählen Sie im "Datei"-Menü den Menüpunkt  "Familiendatei kopieren/exportieren" und selektieren als Dateityp "Familienstammbaum 3.0 Win/Mac (*.FTW)". Nach dem Sie einen Dateinamen eingegeben haben drücken Sie die 'Speichern'-Schaltfläche. Anschließend müssen Sie angeben, welche der Fakten sie Exportieren wollen. Hierbei können nur maximal 13 Fakten exportiert werden. Bei doppelt vorkommenden Feldnamen sollten diese auch doppelt exportiert werden, es sei denn, Sie sind sich sicher, das das entsprechende Feld nicht benutzt wird. (Auch hier kann eine benutzerdefinierte Liste hilfreich sein.) Notieren Sie sich die Feldzuordnungen.
  4. Öffnen sie die soeben erzeugte Familiendatei mit FTM 2005. 
  5. Lassen Sie sich die Fakten zu einer Person anzeigen, welche die (oder einen) der beim Export benutzen Feldnamen benutzt. (geht auch über benutzerdefinierte Liste)
  6. ändern Sie alle Feldnamen entsprechend ihrer Notizen (siehe B.3) in ihre ursprüngliche Bedeutung  zurück. Dazu gehen Sie in das entsprechende Eingabefeld und überschreiben einfach den entsprechenden Begriff. D.h. im Beispiel machen Sie aus 'Fakt 1' wieder die Bezeichnung 'Beruf'. Es erscheint nach dem Verlassen des Eingabefeldes ein Fenster mit dem Titel "Faktname ändern" und der Frage "Möchten Sie alle 'Fakt 1'-Fakten durch die Bezeichnung 'Beruf' ersetzen?"' Antworten Sie hier mit der 'Ja'-Schaltfäche, so haben Sie alle ehemaligen 'Fakt 1'-Felder in 'Beruf'-Fakten umgewandelt.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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